Holzwiege für das Brennholz
Eine Holzwiege ist nicht nur ein dekoratives Kaminzubehör, es erfüllte früher auch eine wichtige Rolle. Durch die Lagerung auf der Holzwiege lag das Brennholz nämlich nicht auf dem Fußboden und war somit vor Feuchtigkeit geschützt.
Brennholz muss vor der Verfeuerung immer zuerst getrocknet werden. Dazu wird das Holz unter trockenen und luftigen Bedingungen mindestens ein Jahr aber am besten zwei Jahre gelagert. Erst dann ist es gutes Brennholz und neigt somit auch nicht zur Übermäßigen Rauchbildung. Zudem hat trocknes Holz einen wesentlich höheren Brennwert und macht somit das Heizen effizienter.
Kamine und Öfen waren früher in jedem Haushalt und in allen Bevölkerungsschichten vertreten. Im Hausbau, besonders zu Zeiten der Industrialisierung, wurde noch kein so großer Wert auf einen richtigen und insbesondere isolierten Fußboden Wert gelegt. So waren die meisten Fußböden in den Häusern und Mietskasernen ziemlich feucht.
Wurde nun Brennholz auf diesen Fußboden abgelegt, nahm das Holz innerhalb kurzer Zeit Feuchtigkeit vom Boden auf und wurde selber feucht. Neben der Reduzierung des Brennwertes (was den einfachen Menschen damals kaum bewusst war) führte das zu Rauchirritationen und starker Rauchbildung im Ofen.
Holzwiegen verschafften Abhilfe. Nun konnte das Brennholz getrennt vom Fußboden und somit trocken aufbewahrt werden. Auch wenn wir heutzutage kaum noch feuchte Böden haben, so sind Holzwiegen doch eine willkommene Möglichkeit seinen Boden nun vor Holzresten zu bewahren. Und mit Henkel versehen eigenen sich viele Holzwiegen zudem dafür, mit ihnen frisches Brennholz zu holen.