Schwedenofen Praktisch, nordisch, gut
Schwedenofen ist auch eine gebräuchliche Bezeichnung für den Kaminofen. Der Name rührt daher, dass diese Ofenform im nördlich Europa stark verbreitet war und von dort aus auch seinen Siegeszug nach Deutschland antrat. Ein richtiger Schwedenofen unterscheidet sich aber in einigen Punkten signifikant von herkömmlichen Kaminöfen wie beispielsweise einem Kachelkaminofen.
Eigen sind dem Schwedenofen die einfache Bauweise und seine schnelle Wärmeabgabe. Der Ofen als solcher wird nicht fest verbaut und ist auch nicht groß Ummantelt. Der Brennraum kann die Hitze des Feuers unmittelbar an die Umgebung abgeben.
Schwedenöfen besitzen einen geschlossenen Feuerraum und sind nicht immer mit einer Sichtscheibe ausgestattet. Bevorzugtes Material für den Ofen ist Gusseisen, wegen seiner spezifischen Wärmeeigenschaften. Moderne Schwedenöfen gibt es aber auch aus Edelstahl.
Wichtig: Durch diese ursprüngliche Bauweise ist der Ofen mitunter an einigen Stellen sehr heiß, darum empfiehlt sich dieser Ofentyp nicht unbedingt für Familien mit Kleinkindern.
Durch die fehlende Ummantlung mit Materialien, die eine gute Speichereigenschaft für Wärme aufweisen, ist ein Schwedenofen in seiner Effizienz ein wenig eingeschränkt. Heizt er doch nur den Raum, solange er im Betrieb ist. Dafür behindert ihn aber wiederum nichts, in der schnellen Abgabe der Heizenergie an die Raumluft.
In der Regel steht ein Schwedenofen unmittelbar vor dem Schornsteinanschluss und wird mit dem Ofenrohr an den Kamin angeschlossen. Je nach gewünschter Heizleistung werden verschiedene Größen dieses Ofentyps angeboten.